1945 – die Geschichte einer späten Heilung

Berichtet wird von den traumatischen Erlebnisse in Ostpreußen im Jahr 1945 und von den Schatten der Flucht, die unbeachtet aber drückend über einem ganzen Leben liegen können. Das ist aber glücklicherweise noch nicht das Ende der Geschichte: es gibt einen Zeitpunkt der Konfrontation und einen langen, aber erfolgreichen Weg der Heilung. Eine bewegende Lektüre, in der Mancher seine eigenen Erlebnisse wiederfinden wird. Andere werden danach geduldiger und verständnisvoller mit Menschen umgehen, die selbst Krieg und Flucht und Ungerechtigkeit erlebt haben. Ein leises, persönliches Buch, das trotzdem kraftvoll Mut und Hoffnung zuspricht.

Nach einem Heimataufenthalt fliegt die Missionarin Ursula Pasut zurück nach Indonesien. Ein unerwarteter Aufenthalt am Flughafen in Moskau löst heftige Gefühle aus. Als die Reisepässe von uniformierten russischen Soldaten einkassiert werden, melden sich verschüttete Erinnerungen zurück, der Einmarsch der Roten Armee im Januar 1945 in Ostpreußen und die traumatischen Erlebnisse der Kindheit lassen sich danach nicht mehr dort halten, wohin sie jahrzehntelang verbannt waren. Sie muss sich ihrem Groll und ihren Verletzungen stellen, wenn sie heil werden möchte. Eine Phase der Aufarbeitung beginnt und ihr Glaube wird gerüttelt und geprüft und neu entdeckt.
Auf dem langen Weg der Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse wird Ursula Pasut von Renate Misdorf begleitet, die ihr Seelsorgerin und Gebetspartnerin ist und der sie auch das Buch widmet. Zum Buch >>>

Ursula Pasut arbeitete für die Missionsgesellschaft WECinternational >>>