Es gib so viel, was man nicht muss

Ein wohltuendes Lesebuch für viele Lebenslagen. Auch zum Vorlesen gut geeignet; hier findet man immer eine passende Geschichte, egal ob für gemütliche Kaffeerunden oder für einen Krankenbesuch. Besonders fasziniert an Tomas Sjödin die Leichtigkeit, mit der für ihn Liebe und Glauben mit dem Alltagserleben verwoben sind.  Diese Selbstverständlichkeit des Gottvertrauens in allen Situationen, durchzieht seine Geschichten wie ein roter Faden.   Zum Buch, mit Leseprobe >>>

Der schwedische Pastor und Autor Sjödin veröffentlicht hier 77 seiner Kolumnen, die im Lauf der Jahre in verschiedenen Zeitschriften erschienen sind. Im Vorwort zitiert er aus einem Leserbrief: „Eine gute Kolumne beschreibt etwas, was man schon wusste, worüber man aber nicht nachgedacht hatte.“ Mit Erzählfreude und Humor berichtet er von alltäglichen Begegnungen und Erlebnissen. Dabei lenkt er die Aufmerksamkeit auf das, was uns oft so selbstverständlich erscheint, und dabei doch viel kostbarerer und wertvoller ist als wir ahnen. Die Anekdoten und Denkanstöße garantieren viele Überraschungen und Aha-Momente.

Sjödin lädt ein, das Wichtigste zu flüstern und mit weit geöffneten Augen zu leben. Das führt uns zu mehr Achtsamkeit und Gelassenheit und zur Entschleunigung. Denn es gibt tatsächlich so vieles, was man nicht tun muss. So findet sich unter den Geschichten auch eine Not-to-do-Liste oder die Aufforderung: Nimm’s passiv. Unser Zuhause muss nicht immer prefekt aussehen, wir müssen nicht alle Bücher gelesen haben, über die man gerade spricht und wir müssen auch nicht immer gut drauf sein.  Und selbst beim Sport muss man nicht mehr leisten, als dem Körper angenehm ist. Verantwortlich zu leben bedeutet auch auszusortieren.

Es gib so viel, was man nicht muss
Von der Einfachheit des Lebens, des Glaubens und der Liebe
Tomas Sjödin / Gb, 256 S. / 16,99 €  Zum Buch, mit Leseprobe >>>

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An andererer Stelle sagt Tomas Sjödin von sich selbst: „Ich habe mehr als fünfzig Jahre auf der Welt verbracht, mehr als zehn Bücher geschrieben, es geschafft, mehr als dreißig Jahre Pastor unserer Gemeinde zu sein, drei Kinder gezeugt und zwei von ihnen verloren, getrauert und gelernt, mit Trauer zu leben. Aber erst jetzt habe ich begriffen, dass Menschsein heißt, seinen Platz zu finden.“ (Vorwort aus seinem Buch “Wo du richtig bist”)